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Am Donnerstag, den 12.03., sind zehn Schülerinnen und Schüler, davon vier aus Jahrgang 12 und sechs aus Jahrgang 11 in Begleitung von Herrn Lüders, aus Ringelheim in Richtung Kiel gefahren. Nach einer Zugfahrt mit ausgiebigen vorbereitenden Gesprächen und wachsender Aufregung kamen wir am Nachmittag im Hotel in der Landeshauptstadt an. Wir hatten nun etwa drei Stunden Freizeit bis dann um zwanzig Uhr die feierliche Eröffnungsveranstaltung in der Hebbelschule losging. Hier wurden wir von der diesjährigen Generalsekretärin mit einer Rede begrüßt und Model United Nations 2026 war für eröffnet erklärt. Dieses Projekt gibt jungen Menschen die Möglichkeit eine Simulation der Vereinten Nationen zu erleben und bei UN typischen Sitzungen teilzunehmen. Der folgende Tag begann früh und nach dem Frühstück fuhren wir alle, sehr schick und formal gekleidet, mit dem überfüllten Bus zum Schleswig Holsteiner Landtag. Nach der Registrierung, den ersten Einweisungen und einem Gruppenfoto verteilten wir uns auf unsere ausgewählten Gremien. Vier Leute blieben im Plenarsaal und somit im größten Gremium mit 98 Delegierten, andere gingen nun in z.B. den Wirtschafts- und Sozialrat, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, die Umweltversammlung oder in andere UN-Gremien. Als Delegierte vertraten wir ab jetzt einen Staat und sprachen ausschließlich für unser Land, nicht mehr für uns. Dieses Jahr vertrat unsere Schule Costa Rica, Polen, Dschibuti und Vanuatu. Im weiteren Tagesverlauf fanden wir uns langsam in unser Gremium und den Ablauf einer UN-Debatte ein.


Die ersten Reden über verschiedenste Themen und dabei auseinandergehenden Meinungen wurden gehalten und wir alle verfolgten das Ziel in den nächsten Tagen eine Resolution, also kein Gesetz, aber eine dringende Empfehlung für die UN-Mitgliedstaaten, zu unseren jeweiligen Gremienthemen zu verabschieden. Die Themen fächerten sich im Kieler Landtag über unterschiedlichste Bereiche, wie zum Beispiel den Schutz von Whistleblowern in der Generalversammlung, Risiken, Grenzen und Chancen von Smart Farming in der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation oder andere spannende Themen in anderen Gremien. Die darauffolgenden drei Tage blieb das Ziel einer Resolution klar vor Augen, während die Gremien den langwierigen, schwierigen Prozess einer gemeinsamen Lösungsfindungen durchliefen. Am Ende des Planspiels wurden unter den sieben Gremien acht Resolutionen verabschiedet. Nur durch viele Reden, „internationalen Austausch“ und einige Umformulierungen der endgültigen Resolution konnte ein Thema abgeschlossen werden. MUN-SH 2026 wurde nach den intensiven Tagen am Sonntag durch die Rede der Generalsekretärin und einem anschließendem Tanzabend beendet und eine ereignisreiche unfassbar interessante Reise ging zu Ende. Danke Herrn Lüders und MUN für diese tolle Möglichkeit!